24. November 2011 / Patricia Brozio
»Begreifbare Baukunst – Die Bedeutung von Türgriffen in der Architektur«
Kleinigkeiten können die Gesamtwirkung eines großen Ganzen entscheidend beeinflussen. Das wissen gerade auch Restauratoren und Denkmalpfleger, die es gewohnt sind, auf Details zu achten. Den wohl kleinsten Bestandteil von Architektur rückt derzeit eine Ausstellung in Hannover in den Mittelpunkt: den Türgriff.
In Form und Gebrauch vielfältig spiegelt der Türgriff oder die Klinke, wohl wie kaum ein anderes Element die gestalterische Haltung ihrer Entwerfer wider.
Die Ausstellung zeigt seit dem 13. Oktober 2011 symbiotische Verbindungen von Architektur und Türgriff aus Vergangenheit und Gegenwart. Neben Objekten von Karl Friedrich Schinkel, Joseph Maria Olbrich und Peter Behrens ist beispielsweise der Türdrücker zu sehen, den Walter Gropius gemeinsam mit seinem Büroleiter Adolf Meyer im Jahre 1922 für das Fagus-Werk in Alfeld an der Leine entwickelte. Auch zeigt die Schau exemplarisch Türgriffe aus der Nachkriegszeit, wie etwa Türgriffe von Le Corbusier und Sepp Ruf.
Die Ausstellung gestaltete der ostwestfälische Hersteller von Tür- und Fensterbeschlägen FSB (Franz Schneider Brakel), der seit Jahrzehnten Türöffnungswerkzeuge entwirft, jüngst auch einen biometrischen Fingerscan-Türgriff 2.0.
Noch zu sehen ist die »Klinken-Show« bis zum 8. Januar 2012 im Museum August Kestner, Hannover. (Di - So 11.00 bis 18.00 Uhr und Mi 11.00 bis 20.00 Uhr, montags geschlossen)
Na dann mal: Auf die Klinke fertig los.


