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Rahmenkunst
Auf Spurensuche in der Alten PinakothekDie Bayerischen Staatsgemäldesammlungen besitzen nicht nur einen riesigen Bestand an gerahmten Bildern, sondern auch eine große Sammlung an Rahmen. Diese werden nun in einer gesonderten Ausstellung vom 27.01.2010 bis 18.04.2010 in der alten Pinakothek in München gezeigt.
Die ausgewählten Exponate stammen ausschließlich aus den Gemäldedepots der Alten Pinakothek. Nur dort ist im Bestand noch die Sammlungsgeschichte von Rahmen und Bild zu erforschen. Etwa 4000 Rahmen und Bilder konnten gesichtet und erfasst werden, aus denen dann die Auswahl von 92 Rahmen getroffen wurde. Die Ausstellung präsentiert Rahmenkunst und Rahmengeschichte aus vier Jahrhunderten – vom Kapselrahmen des 16. Jahrhunderts bis zu den Rahmen des Klassizismus und Empire; vom Prunkrahmen bis zum Miniaturrahmen werden sämtliche Gattungen der Rahmenkunst gezeigt. Besonders hervorzuheben sind dabei der holländische Kabinett- und Lutmarahmen sowie Rahmen mit Intarsien und die Trophäenrahmen des Rokoko.
Künstlerische Höhepunkte der Ausstellung bilden die Rahmen von Paul Egell (1691–1752), Melchior Hefele (1716-1798) und Johann Wolfgang von der Auwera (1708-1758). Rahmen von und nach Joseph Effner (1687-1745), François Cuvilliés d.Ä. (1695-1768), Karl Albrecht von Lespilliez (1723-1796) und Leo von Klenze (1784-1864).
Neben den Exponaten zeigt die Rahmenwerkstatt Karl Pfefferle Techniken der Rahmenherstellung und der Vergoldung an ausgewählten Beispielen. Zudem bietet die Ausstellung einen Überblick über die Geschichte der Rahmen in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, die durch die verschiedenen Provenienzen von hohem Interesse und von unglaublicher Vielfalt sind.
Konservatorenführungen finden am Freitag, den 29.01. um 15.00 Uhr, sonntags am 31.01., 07.02., 28.02., 28.03. jeweils 11.00 Uhr und dienstags am 23.02., 02.03. und 16.03. jeweils um 18.30 Uhr statt.