Fassadenrestaurierungen in Kalktechnologie
Traditionelle Handwerkstechnik und moderne Konservierung-Restaurierung sind kein Widerspruch. Die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte haben gezeigt, dass eine Rückbesinnung auf historische Baumaterialien und auf ihre traditionelle Anwendung notwendig ist, um Baudenkmale in ihrer überlieferten Technologie passend zu behandeln und damit nachhaltig zu bewahren. Dies verdeutlicht dieser Artikel am Beispiel der Kartause Mauerbach. Die Kartause dient als Musterobjekt für die Restaurierung und Konservierung von Architekturoberflächen in Kalktechnologie. Autorin: Astrid M. Huber
Die ottonischen Wandmalereien des Augsburger Domes
Die Baugeschichte des Augsburger Domes lässt sich archivalisch bis in das 9. Jahrhundert zurückverfolgen. Die Anfänge dieser Jahrhunderte langer Geschichte wurden im Vorfeld umfangreicher Instandsetzungsarbeiten an den Dachwerken erforscht. Dabei führten besonders die dendrochronologischen Untersuchungen der verbauten Hölzer zu bemerkenswerten Erkenntnissen, die eine Neudatierung des ottonischen Kirchenbaus nach sich ziehen. Aber auch die restauratorischen Untersuchungen der ottonischen Wandmalereien gaben vielfältige Einblicke in den Prozess ihrer Entstehung und spätere Veränderungen. Autoren: Angelika Porst und Reinhold Winkler
»Was Kunst bietet…« Über eine strukturorientierende Restaurierung
Das sogenannte Sanzkower Franziskusretabel wurde in der Vergangenheit häufig überarbeitet. Heute dominieren der fragmentarische Zustand und frühere restauratorische Maßnahmen sein Erscheinungsbild. Die Lesbarkeit der Bildtafeln im Einzelnen sowie das inhaltliche Verständnis der Tafeln insgesamt war nahezu unmöglich. Ziel der aktuellen Restaurierung war es, die bildinhaltliche Ordnung zurückzugewinnen ohne ein konservatorisch wie kunsthistorisch fragwürdiges Gesamterscheinungsbild zu schaffen. Autor: Burkhard Kunkel
Gefährliche Nachbarschaft – Durch Glas induzierte Metallkorrosion
Augenfällig, aber bisher übersehen: Manche Metallobjekte zeigen nur da Korrosion, wo sie in Nachbarschaft zu »krankem« Glas stehen. Viele historische Gläser sind aufgrund ihres Flussmittelgehalts nicht stabil. Die sich durch Luftfeuchtigkeit bildenden alkalischen Oberflächenfilme können auch benachbarte kupferhaltige Legierungen (einschließlich Silber) angreifen, wie erst jetzt erkannt wurde. Im GIMME-Projekt soll das Phänomen nun systematisch erforscht werden. Bisherige Erkenntnisse liefert dieser Artikel. Autoren: Gerhard Eggert und Andrea Fischer
Möglichkeiten und Grenzen von Außenschutzverglasungen
Über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren wurden an Nürnberger Kirchen unterschiedliche Varianten von Schutzverglasungen für Glasfenster entwickelt. Diese Eingriffe in das Nahfeldklima der Glasmalerei wurden messtechnisch und durch regelmäßige Untersuchung von Referenzfeldern im Rahmen von Wartung und Pflege begleitet. Der Artikel bewertet die einzelnen Schutzglasvarianten hinsichtlich ihrer Wirkung auf ausgewählte Klimaparameter und die Glasfenster selbst. Autorin: Martha Hör
Historische Fenstertypen – Möglichkeiten der energetischen Sanierung
Als »Augen des Hauses« prägen Fenster je nach Gliederung, materiellen und konstruktiven Eigenschaften die bauliche Erscheinung von Gebäuden. Auch sie müssen energetischen Einsparungen gerecht werden. Dadurch wächst der Druck auf Denkmalpfleger und Eigentümer von Baudenkmälern, historische Fenster als vermeintlich »abgewirtschaftete« Relikte auszutauschen. Leider erfolgt der Austausch zugunsten neuer Massenware noch viel zu häufig. Dabei ist es möglich, ohne großen Aufwand energetische Verbesserungen vorzunehmen; je nach Konstruktion haben sich individuelle oder auch standarisierte Lösungen bewährt. Autor: Hermann Klos


